Der Bann ist gebrochen: Blau-Weiß siegt im Oberland-Derby und verlässt Tabellenende

Gepostet am 4. Oktober 2025 |

Führte seine Mannschaft als Kapitän zum ersten Sieg: Mario Stefel. Foto: Sonderegger/BWF

Es war ein Nachmittag zum Durchatmen für den Sparkasse FC BW Feldkirch: In der 8. Runde der VOL.at Eliteliga 2025/26 gelang den Blau-Weißen endlich der ersehnte erste Saisonsieg. Vor stimmungsvoller Derbykulisse mit über 400 Zuschauer:innen im Waldstadion setzten sich die Montfortstädter im prestigeträchtigen Oberland-Derby gegen den SV Ludesch mit 1:0 durch. Mit diesem Erfolg verlässt Feldkirch nicht nur das Tabellenende, sondern gibt die „Rote Laterne“ an den SC Göfis weiter – und setzt damit ein wichtiges Ausrufezeichen im Kampf um den Klassenerhalt.

Personal: Oliver Schnellrieder musste im Oberland-Derby auf Mark Vogel, David Schnellrieder, Elvis Sulejmanagic, Alexander Vonach (alle verletzt), Nebojsa Spasojevic, Simon Schmitt (beide Privat), Benedict Gorbach, Eren Özcan und Ansumana Njie (alle Juniors) verzichten.

Spielverlauf: Von Beginn an war spürbar, dass die Gastgeber an diesem Nachmittag nichts dem Zufall überlassen wollten. Die Heimischen starteten mutig und mit viel Tempo ins Spiel, präsentierte sich zweikampfstark und suchte immer wieder zielstrebig den Weg nach vorne. Die erste Gelegenheit hatte Nikola Jesic nach einem Eckball, doch sein Abschluss ging über das Tor. In der 13. Minute wurden die Offensivbemühungen schließlich belohnt: Luca Wieser zog von der linken Seite mit Tempo ins Zentrum und schloss flach ins linke untere Eck ab – 1:0 für Blau-Weiß. Die frühe Führung verlieh dem Team Selbstvertrauen, und Feldkirch blieb weiter am Drücker. Chancen auf das zweite Tor waren vorhanden, doch es fehlte an der letzten Präzision im Abschluss. Kurz nach dem Führungstreffer hatte Laurin Katnik Pech, als sein scharfer Schuss aus spitzem Winkel knapp am langen Pfosten vorbeistrich. Auch Luca Wieser versuchte es erneut aus ähnlicher Position, zielte jedoch knapp über das Kreuzeck. Die größte Möglichkeit vor der Pause bot sich erneut Laurin Katnik, der nach perfektem Zuspiel von Mario Stefel frei vor Gästetorhüter Antonio Romic auftauchte. Dieser reagierte mit einer Glanzparade per Beinabwehr, und auch den Nachschuss konnte der 23-Jährige nicht im Gehäuse unterbringen – Antonio Romic war erneut zur Stelle. Die Ludescher hingegen fanden offensiv kaum statt. Die Montfortstädter dominierten über weite Strecken das Geschehen und ging mit einer verdienten, wenn auch zu knappen 1:0-Führung in die Kabine.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Schnellrieder-Auswahl die spielbestimmende Mannschaft. Hüdaverdi Mutlu und Burak Yildiz eroberten im Mittelfeld in einer Szene einen wichtigen Ball.  Letztgenannter prüfte den Walgauer Schlussmann mit einem Distanzschuss, der jedoch keine großen Probleme bereitete. Die erste nennenswerte Chance der Gäste ließ bis zur 65. Minute auf sich warten: Ex-Feldkirch-Bomber Adem Kum brachte einen Freistoß gefährlich aufs Tor, der Ball wurde von der Mauer abgefälscht und prallte an den rechten Pfosten – Glück für Blau-Weiß, die weiterhin die Kontrolle behielten. Vier Minuten vor Ende der regulären Spielzeit versuchte es Lorenz Gorbach mit einem wuchtigen Abschluss, doch erneut war der Kroate auf dem Posten. In der Schlussphase kam das Team von Johannes Sturn noch einmal gefährlich vor das Tor: Der eingewechselte Nathanael Zech setzte den Ball aus spitzem Winkel nur Zentimeter am langen Eck vorbei – es blieb beim knappen Vorsprung. Als Schiedsrichterin Biljana Iskin die Partie wenig später abpfiff, kannte der Jubel im Waldstadion keine Grenzen mehr. Mit einer kämpferisch und spielerisch überzeugenden Leistung sicherte sich der Sparkasse FC BW Feldkirch den ersten Saisonsieg und verlässt damit das Tabellenende. Die Mannschaft wurde nach Schlusspfiff von den über 400 Fans lautstark gefeiert.

Ausblick: Dieser Erfolg ist weit mehr als ein einfacher Pflichtsieg – er ist ein emotionaler Befreiungsschlag. Nach schwierigen Wochen hat der Sparkasse FC BW Feldkirch eindrucksvoll gezeigt, wozu die Mannschaft in der Lage ist, wenn Einsatz, Leidenschaft und spielerische Qualität zusammenkommen. Über 90 Minuten hinweg agierte Blau-Weiß mit Mut, Wille und Teamgeist, dominierte das Derby und ließ gegen den bis dato starken SV Ludesch kaum etwas zu. Mit diesem Erfolgserlebnis kehrt nicht nur Selbstvertrauen zurück, sondern auch der Glaube an die eigene Stärke. Der erste Dreier der Saison kann zum Wendepunkt werden – ein Signal an die Konkurrenz, dass Blau-Weiß bereit ist, sich Schritt für Schritt aus dem Tabellenkeller zu kämpfen. Die Art und Weise, wie dieser Sieg zustande kam, macht Mut für die kommenden Wochen und zeigt: Diese Mannschaft lebt.

Juniors unterliegen trotz Blitzstart 

Ein vielversprechender Beginn reichte dem jungen Team des Sparkasse FC BW Feldkirch 1b nicht, um Zählbares einzufahren. Bereits nach zwei Minuten brachte Dario Andrade die Blau-Weißen im Heimspiel gegen den SV Ludesch 1b in Führung. Die Gäste glichen jedoch nach rund 20 Minuten aus, ehe Benedict Gorbach das 2:1 erzielte. Doch die Freude währte nur kurz – Ludesch schlug umgehend zurück, drehte die Partie noch vor der Pause und erhöhte kurz nach Wiederanpfiff auf 4:2. Feldkirch kämpfte bis zum Schluss, blieb aber ohne weiteren Torerfolg.

Dario Andrade

STENOGRAMM: VOL.at-Eliteliga 2025/2026, 8. Spieltag, 04.10.2025, 14:00 Uhr

Sparkasse FC BW Feldkirch – SV Ludesch 1:0 (1:0)

Sparkasse FC BW Feldkirch: 67 Majer (Tor) – 29 Oberhöller, 4 Jesic, 6 Unterrainer, 23 Lorenz – 10 Stefel, 33 Gorbach – 7 Wieser, 8 Mutlu, 30 Katnik – 19 Yildiz.
Ersatz: 1 Topal (Tor) – 2 Akyildiz, 13 Knestel, 20 Marte, 22 Sallmayer, 99 El Rifai.

SV Ludesch: 1 Romic (Tor) – 2 Jochum, 4 Mergener, 5 Fedota, 7 Mahmutovic, 8 Koci, 9 Kum, 14 Larcher, 15 Mayr, 16 Diachynskyi, 20 Özcan.
Ersatz: 58 Metzler (Tor) – 10 Zech, 17 Klein, 18 Langebner, 19 Sarac, 23 Fischer.

Wechsel: Knestel für Mutlu (64.), Marte für Wieser (74.), Sallmayer für Yildiz (82.) – Zech für Diachynskyi (68.). Sarac für Mahmutovic (68.), Fischer für Mayr (68.), Klein für Kum (84.).

Tor: 1:0 Wieser (13.).
Gelbe Karten: Unterrainer, Stefel, Majer, Katnik, Sallmayer – Özcan, Mayr.
Zuschauer:
422 im Waldstadion Feldkirch.
Schiedsrichterin: Biljana Iskin; Assistenten: Igor Mioc, Rafael Godoi Pereira.

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