Späte Entscheidung sorgt für bittere Heimniederlage

Gepostet am 5. September 2026 |

In einer engen und umkämpften Begegnung hatte am Ende der Aufsteiger aus Riefensberg die Nase vorne: Foto: Sonderegger/BWF

Der Sparkasse FC BW Feldkirch muss in der 4. Runde der VOL.at-Eliteliga 2026/27 die nächste bittere Niederlage hinnehmen. Im heimischen Waldstadion unterlagen die Feldkircher dem Aufsteiger FC Riefensberg mit 0:1 (0:0). In einer lange Zeit offenen und umkämpften Begegnung hatten beide Mannschaften ihre Möglichkeiten und trafen jeweils einmal Aluminium. Als vieles bereits auf eine torlose Punkteteilung hindeutete, entschied Alexander Fink die Partie in der 86. Minute nach einer Standardsituation zugunsten der Gäste.

Personal: CO-Trainer Manuel Petrovic, der den gelb-rot gesperrten Cheftrainer Oliver Schnellrieder vertrat, musste gegen den Aufsteiger aus Riefensberg auf Fabian Unterrainer, Lorenz Gorbach, Nebojsa Spasojevic, Nikola Jesic, Thierno Bah (alle verletzt) und Milan Rakic (Bundesheer) verzichten.

Spielverlauf: Nach dem überzeugenden 3:0-Erfolg im VFV-Cup beim FC Hörbranz wollte Blau-Weiß den Schwung auch in die Meisterschaft mitnehmen und endlich die ersten Ligapunkte anschreiben. Dabei war die personelle Situation weiterhin alles andere als einfach. Dennoch übernahmen die Feldkircher über weite Strecken die Initiative, hatten mehr Ballbesitz und versuchten, sich spielerisch gegen einen tief und kompakt stehenden Gegner durchzukombinieren. Riefensberg machte die Räume allerdings geschickt eng und konzentrierte sich auf eine stabile Defensive. Nach Ballgewinnen suchte der Aufsteiger immer wieder den schnellen Weg nach vorne. So entwickelte sich von Beginn an eine Partie, in der Blau-Weiß zwar mehr vom Spiel hatte, die Gäste mit ihrer klaren und geradlinigen Spielweise aber stets gefährlich blieben. Die Anfangsphase war von vielen Zweikämpfen geprägt. Beide Mannschaften neutralisierten sich über weite Strecken, weshalb klare Torchancen zunächst Mangelware blieben. Nach 25 Minuten wurde es erstmals richtig gefährlich. Luca Wieser setzte sich auf der linken Seite elegant gegen seinen Gegenspieler durch, zog anschließend in Richtung Zentrum und spielte einen gut getimten Pass in den Lauf von David Schnellrieder. Dieser erreichte den Ball noch einen Tick vor dem herauskommenden Riefensberger Schlussmann, konnte ihn aus schwieriger Position aber nicht mehr im Tor unterbringen und setzte seinen Abschluss neben das Gehäuse. Auch die Gäste meldeten sich anschließend gefährlich vor dem Feldkircher Tor. Mats Seible behauptete mit etwas Ballglück das Leder gegen mehrere Blau-Weiße und arbeitete sich bis auf die rechte Seite des Strafraums vor. Sein Abschluss landete jedoch lediglich am Außennetz. Blau-Weiß versuchte weiterhin, das Spiel mit Ballbesitz zu kontrollieren, während Riefensberg defensiv sehr kompakt blieb. Dadurch spielte sich vieles zwischen den Strafräumen ab. Beide Mannschaften warteten auf Fehler des Gegners, ohne dabei zu viel Risiko einzugehen. Kurz vor dem Pausenpfiff hatten die Gäste dann die bis dahin beste Möglichkeit der Partie. Nach einem Freistoß aus halbrechter Position brachte Dennis Schwarz den Ball gefährlich auf das Feldkircher Tor. Sein Versuch klatschte an den rechten Pfosten. Die anschließende Ecke konnten die Feldkircher klären. So blieb es nach einer umkämpften ersten Hälfte torlos.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Begegnung lebhafter. Blau-Weiß kam mit viel Schwung aus der Kabine und näherte sich dem Führungstreffer an. Wie schon Riefensberg im ersten Durchgang sollte nun allerdings auch Feldkirch am Aluminium scheitern. Laurin Katnik kam von der rechten Seite, zog mit dem Ball ins Zentrum und suchte selbst den Abschluss. Sein Schuss war für Patrick Fink nicht mehr zu erreichen, prallte jedoch vom linken Torpfosten zurück ins Feld. Es fehlten nur wenige Zentimeter zur Feldkircher Führung. Auf der Gegenseite antworteten die Gäste in der 51. Minute. Niklas Fink bekam rund 17 Meter vor dem Tor Platz und versuchte es mit einem Schlenzer. Der Ball zog knapp am rechten Pfosten vorbei. Die Partie war nun deutlich offener als noch vor der Pause. Feldkirch versuchte weiterhin, spielerisch Lösungen zu finden, während Riefensberg auf seine Umschaltmomente lauerte. Beide Mannschaften hatten ihre Phasen, ohne dass eine davon das Geschehen endgültig an sich reißen konnte. Eine weitere gute Feldkircher Gelegenheit entstand nach einer gelungenen Überzahlsituation. Jakob Lorenz spielte den Ball auf die linke Seite zu Laurin Katnik. Dieser nahm Maß und versuchte, das Leder am Riefensberger Schlussmann vorbei ins lange Eck zu schieben. Wieder fehlte nicht viel – der Ball strich knapp am Pfosten vorbei. Auch bei Standardsituationen kam Blau-Weiß dem Führungstreffer näher. Aushilfskapitän Mario Stefel trat aus zentraler Position rund 21 Meter vor dem Tor zu einem Freistoß an. Sein Versuch senkte sich gefährlich, allerdings einen Tick zu spät und damit knapp hinter dem Gehäuse. Wenig später durfte Stefel erneut aus aussichtsreicher Position antreten. Diesmal kam der Ball auf das Tor, doch Gästekeeper Patrick Fink war zur Stelle und fischte den Freistoß aus der Ecke. Es blieb ein Spiel auf Messers Schneide. Feldkirch hatte mehr Ballbesitz und suchte geduldig nach der entscheidenden Lücke, Riefensberg hielt mit einer konzentrierten und kompakten Defensivleistung dagegen. Gleichzeitig blieben die Gäste bei ihren Vorstößen und insbesondere bei Standards gefährlich. Je näher das Spiel der Schlussphase kam, desto mehr deutete alles darauf hin, dass möglicherweise ein einziger Treffer über die drei Punkte entscheiden würde. Aus Feldkircher Sicht sollte dieser Treffer leider auf der falschen Seite fallen. In der 86. Minute bekamen die Gäste auf der rechten Seite einen Freistoß zugesprochen. Julian Birgfellner brachte das Leder hoch und gefährlich ins Zentrum. Dort setzte sich der eingewechselte und großgewachsene Stürmer Alexander Fink durch und köpfte den Ball zur späten 1:0-Führung für den FC Riefensberg ins Netz. Ein äußerst bitterer Gegentreffer für die Montfortstädter Jungs, die über weite Strecken der Begegnung zumindest ebenbürtig waren und selbst mehrfach nahe am Führungstreffer gewesen waren. Blau-Weiß blieb nach dem Rückstand nur noch wenig Zeit und warf nun nochmals alles nach vorne. David Schnellrieder versuchte es mit einem Distanzschuss, den Patrick Fink sicher unter sich begrub. Auch Mario Stefel bekam nochmals die Gelegenheit, mit einem ruhenden Ball für Gefahr zu sorgen. Sein Freistoß senkte sich erneut gefährlich Richtung Tor, ging letztlich aber knapp über die Querlatte. Riefensberg brachte den knappen Vorsprung schließlich über die Zeit und durfte wenig später über einen hart erkämpften Auswärtssieg jubeln.

Ausblick: Für Blau-Weiß ist das Ergebnis besonders ärgerlich, weil in dieser Partie durchaus etwas Zählbares möglich gewesen wäre. Die Montfortstädter Jungs hatten über weite Strecken mehr vom Ball, kamen zu mehreren guten Möglichkeiten und scheiterten durch Laurin Katnik einmal am Pfosten. Gleichzeitig gelang es den Gästen, mit ihrer kompakten Defensive viele Feldkircher Angriffe rechtzeitig zu entschärfen und die Räume rund um den eigenen Strafraum eng zu halten. Riefensberg zeigte damit genau jene Qualitäten, die in einer solch engen Partie entscheidend sein können: defensiv wenig zulassen, geduldig bleiben und den entscheidenden Moment konsequent nutzen. Dass ausgerechnet eine Standardsituation kurz vor Schluss die Entscheidung brachte, passte zu einer Begegnung, in der sich beide Mannschaften über 90 Minuten nur wenig schenkten. Auf Feldkircher Seite bleibt dagegen die fehlende Belohnung das große Thema. Auch diesmal waren Möglichkeiten vorhanden, auch diesmal fehlten teilweise nur wenige Zentimeter. Doch am Ende zählen die Tore – und hier hatten die Gäste an diesem Abend den entscheidenden Moment auf ihrer Seite. Damit verliert der Sparkasse FC BW Feldkirch auch sein drittes vollständig absolviertes Ligaspiel der noch jungen Saison und wartet weiterhin auf den ersten Punktgewinn in der VOL.at-Eliteliga. Vorerst bleiben die Blau-Weißen damit am Tabellenende. Trotz des schwierigen Saisonstarts gilt es nun, Ruhe zu bewahren und an den positiven Ansätzen anzuknüpfen. Spielerisch zeigte die Mannschaft auch gegen Riefensberg über weite Strecken, dass sie sich Möglichkeiten erarbeiten kann. Was derzeit fehlt, ist die letzte Konsequenz vor dem gegnerischen Tor – und auf der anderen Seite in den entscheidenden Situationen jenes kleine Quäntchen, das enge Spiele in die eigene Richtung kippen lässt.

Erneut knappe Niederlage für die Fohlenelf

Die Juniors des Sparkasse FC BW Feldkirch mussten sich am heimischen Waldstadion dem SCR Altach Future Team knapp mit 3:4 geschlagen geben. Trotz eines guten Starts und fast halbstündiger Überzahl gelang es der Fohlenelf nicht mehr, zumindest einen Punkt zu retten. Dabei begann die Partie durchaus nach Wunsch. Nach einer Viertelstunde brachte Haris Ljubijankic die Blau-Weißen mit 1:0 in Führung. Die Freude darüber währte allerdings nur kurz, denn bereits drei Minuten später gelang den Gästen der Ausgleich. Zwischen der 24. und 31. Minute nutzte der Aufsteiger seine Möglichkeiten konsequent und zog innerhalb weniger Minuten auf 3:1 davon. Die Juniors ließen sich davon jedoch nicht entmutigen. Zehn Minuten vor der Pause bekamen die Feldkircher einen Strafstoß zugesprochen, den Mikail Okatan sicher zum 2:3-Anschlusstreffer verwandelte. Damit war vor dem Seitenwechsel wieder alles offen. Kurz nach Wiederbeginn folgte allerdings der nächste Rückschlag. In der 50. Minute stellte das Altacher Future Team auf 4:2. Ab der 62. Minute mussten die Gäste nach einem Platzverweis mit einem Mann weniger auskommen. Somit blieb der Fohlenelf beinahe eine halbe Stunde in Überzahl, um die Partie nochmals zu drehen. Doch trotz numerischer Überlegenheit wollte der entscheidende Durchbruch nicht gelingen. Erst in der 90. Minute verkürzte Mikail Okatan mit seinem zweiten verwandelten Elfmeter auf 3:4. Für eine Schlussoffensive mit dem erhofften Ausgleich kam dieser Treffer allerdings zu spät. Damit müssen die Juniors die zweite knappe Niederlage in Folge hinnehmen. Besonders bitter: Wie bereits beim 4:5 gegen den FC Lustenau 1907 1c konnte die Fohlenelf auch diesmal eine längere numerische Überlegenheit nicht zu ihren Gunsten nutzen. Nach dem guten Saisonstart gilt es nun, aus diesen beiden torreichen Niederlagen die richtigen Lehren zu ziehen und wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden.

STENOGRAMM: VOL.at-Eliteliga 2026/2027, 4. Spieltag, 05.09.2026, 17:30 Uhr

Sparkasse FC BW Feldkirch – FC Riefensberg 0:1 (0:0)

Sparkasse FC BW Feldkirch: 1 Morscher (Tor) – 13 Knestel, 19 Yilmaz, 20 Akyildiz, 22 Lorenz – 10 Stefel, 24 Vogel – 7 Wieser, 8 Mutlu, 30 Katnik – 44 Schnellrieder.
Ersatz: 54 Topal (Tor) – 2 Adejumo, 11 Tasic, 14 Gorbach, 16 Al-Mindawi, 17 Sulejmanagic.

FC Riefensberg: 1 Fink Patrick (Tor) – 7 Fink Niklas, 8 Berkmann Daniel, 9 Reichert, 13 Seible, 16 Berkmann Marco, 20 Schwarz, 22 Hartmann, 23 Feuerstein, 27 Heinrich, 28 Birgfellner.
Ersatz: 66 Stockklauser (Tor) – 10 Bereuter, 14 Linder, 17 Fink Manuel, 33 Fink Alexander.

Wechsel: Tasic für Knestel (45.), Al-Mindawi für Katnik (68.), Gorbach für Mutlu (74.) – Fink Alexander für Berkmann Daniel (73.), Fink Manuel für Heinrich (80.), Bereuter für Schwarz (80.), Linder für Reichart (88.).

Tor: 0:1 Fink Alexander (86.).
Gelbe Karten: Morscher, Mutlu, Yilmaz, Stefel – Birgfellner, Heinrich, Feuerstein.
Zuschauer:
266 im Waldstadion Feldkirch.
Schiedsrichter: Daniel Bartolini; Assistenten: Anto Krizic, Can Cimen.

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